Zeche Zollverein

Der Industriekomplex Zeche und Kokerei Zollverein im Essener Norden, der 2001 als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet wurde, gilt als eines der imposantesten Industriedenkmäler der Welt. Seit der letzten Schicht im Jahre 1986 hat sich Zollverein in eine Stätte für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft verwandelt, die jährlich rund 1,5 Millionen Besucher anzieht. Damit symbolisiert sie den Strukturwandel in der Metropole Ruhr wie kaum ein zweites Bauwerk. In ihrer aktiven Industriezeit von 1851 bis 1986 war die Zeche die größte Steinkohlenzeche weltweit, die Kokerei so groß wie keine andere in Europa. Neben seiner außergewöhnlichen Größe ist aber auch die Architektur des Zollverein- Komplexes herausragend – nicht umsonst wird Zollverein auch als schönste Zeche der Welt bezeichnet. Der berühmte 55 m hohe Doppelbock-Förderturm, auch „Eiffelturm des Ruhrgebiets“ genannt, ist heute das bekannteste Wahrzeichen des Ruhrgebiets und Symbol für die Industriekultur einer ganzen Region und stellt den optischen Mittelpunkt der imposanten Anlage dar. Benannt wurde die Zeche nach dem 1834 gegründeten Deutschen Zollverein.

Einen besonders guten Einblick in die Zeit, in der die Anlagen noch aktiv waren, bieten die zahlreichen Führungen im Denkmalpfad Zollverein. Entlang riesiger stillstehender Maschinen folgen Besucher dem „Weg der Kohle“ in den Übertageanlagen der Zeche und den Produktionsanlagen der Kokerei. Wer noch mehr über das Leben und den Alltag im Ruhrgebiet erfahren will, kann sich eine multimediale Ausstellungen und einen 360°-Film im Portal der Industriekultur in der ehemaligen Kohlenwäsche ansehen. Über einen Steg ist das Portal mit dem authentisch erhaltenen Teil der Anlage Zollverein Schacht XII
verbunden. Vorbei an Maschinen und Transportbändern geht es hier bis zur Aussichtsplattform auf dem Dach der Kohlenwäsche, die einen beeindruckenden Blick über das Ruhrgebiet bietet.

Das UNESCO Welterbe: Zeche Zollverein

Vor allem im Sommer bietet das Welterbe-Gelände zahlreichen Veranstaltungen wie Konzerten, Open-Air-Kino oder auch einem Gourmet-Festival Platz. Auf sportliche Gäste wartet im Winter eine Eisbahn, auf der Besucher inmitten der spektakulären Industriearchitektur ihre Runden drehen können. Zu einem ganz besonderen Erlebnis wird das Fahren nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Lichtinstallation der britischen Künstler Jonathan Speirs und Mark Major die Kokerei in blaues und rotes Licht taucht. Im Sommer ist Zollverein Anziehungspunkt für alle, die Abkühlung suchen, denn sie können während der NRW-Sommerferien im kostenlosen Werksschwimmbad abtauchen. Das Becken entstand 2001 im Rahmen eines Kunstprojekts aus zwei zusammengeschweißten Überseecontainern und war eigentlich nur für eine Badesaison gedacht. Wegen des großen Erfolgs öffnet es nun jedoch jeden Sommer. Wer zwischendrin Hunger bekommt, sollte sich einen Besuch im Restaurant Casino Zollverein nicht entgehen lassen. Allein schon wegen seiner Räumlichkeiten ist es einen Besuch wert: Hohe Betonwände und Relikte aus der industriellen Vergangenheit werden hier kombiniert mit Holz, Spiegeln und Kronleuchtern. Auf der Karte steht Bergmannskost, die auf hohem Niveau neu interpretiert wird. Auch wenn dieses beeindruckende Bauwerk nicht fussläufig zum Hotel liegt, sondern Sie mit dem Auto ca. 20 min benötigen, ist der Besuch der Zeche Zollverein ein absolutes Muss, wenn Sie das Ruhrgebiet besuchen. Sie werden beeindruckt sein, wie schön ein Industriedenkmal sein kann. Es ist auch möglich, die Zeche im Rahmen einer 2 stündigen Sightseeing Tour durch Essen zu erkunden. Sie können direkt vor der Messe Essen, 50 m vom Hotel an der Gruga entfernt, zusteigen. Die Tour mit dem Doppeldeckerbus ist absolut empfehlenswert!

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